Unser Bild vom Kind

Kinder ABC – unser Bild vom Kind – Kinder sind ...


A wie ausdrucksstark

B wie besonders

C wie charakterstark

D wie direkt

E wie einzigartig

F wie fröhlich

G wie gefühlsvoll

H wie herausfordernd

 I wie intelligent

J wie jung

K wie klug

L wie lernbegeistert

M wie motiviert

N wie neugierig

O wie offen

P wie phantasievoll

R wie rührend

S wie selbstbewusst

T wie talentiert

U wie unterschiedlich

V wie vielfältig

W wie witzig

Z wie zielstrebend

Das Spiel – ein Beruf und Recht jedes Kindes

Das kindliche Spiel dient als Selbsterfahrung und Bildungsmittelpunkt. Kinder lernen beim Spielen für ihr ganzes leben, es ist ihr Recht sowie ihr Bildungswerkzeug. Für Kinder ist die Fähigkeit zu spielen einzigartig, sie eignen sich Fähigkeiten an, welche nicht auswendig gelernt werden können. Jede Form von Spiel hat einen besonderen Wert im Hinblick auf die kindliche Entwicklung. Kinder lernen durch Wiederholungen, Erproben, probieren sich aus, den Umgang miteinander, durch Fragen stellend sowie durch das Nachahmen. Besonders bei Kindern unter 3, ist der Übergang zwischen Wahrnehmung, Sozialverhalten, Sprache, Motorik und Kognition fließend. Alle Entwicklungsbereiche laufen parallel zueinander, jedoch unterschiedlich schnell und in unterschiedlicher Intensität, spielend ab.


Wahrnehmung wie Hören, Fühlen, Riechen, Sehen und Tasten, werden im Spiel vertieft sowie ausgebreitet.


Sozialverhalten wird im Spiel durch Gefühle zeigen/zulassen, Beziehungen eingehen, Kontakte knüpfen, Bindungen aufbauen, Freundschaften schließen, erlernt sowie gestärkt.


Sprache gehört zu einer der wichtigsten Entwicklungsbereiche und wird ebenfalls durch Wörter, reden, Laute, Reime, Singen, nachbrabbeln im Spiel ständig erweitert und verfestigt.


Motorik verläuft gerade bei Kindern unter drei, durch die körperliche Bewegungserfahrung besonders schnell ab. Dazu gehört auch die Fein- sowie Grobmotorik wie greifen, robben, laufen, stehen, Gleichgewicht halten, springen, klettern, Koordination, Körperwahrnehmung und die Reaktionszeit, all diese Bereiche werden durch das Spielen gelernt und ständig erweitert.


Kognitive Entwicklung gehört bei Kindern unter 3 unter zu den oben aufgeführten Entwicklungsprozessen, Wahrnehmung, Sozialverhalten, Sprache, Motorik. All das Lernen und Denken, welches von den Kindern im Spiel aufgegriffen wird, setzt die kognitive Entwicklung voraus. Im Spiel werden diese durch Reflexe, Aufmerksamkeit, Konzentration, etwas umzusetzen, Langzeitgedächtnis, vernetztes Denken aufgegriffen. Diese Verknüpfungen bleiben ein Leben lang bestehen, werden geprägt und ständig erweitert.

Bindung – für eine gesunde Entwicklung

Kinder kommen bereits mit einem angeborenen Bindungssystem auf die Welt und sind mit einem Ausdrucksverhalten ausgestattet (weinen, lachen etc.). Bindung ist ein Grundbedürfnis jedes einzelnen Kindes und genauso überlebenswichtig wie Nahrung, Flüssigkeit und die Luft zu atmen. Es ist ein Grundstein für eine gute und gesunde Entwicklung und von großer Bedeutung für Kleinkinder. In den ersten Lebensjahren haben Kinder ein großes Bedürfnis an Bindung und reagieren sensibel auf Veränderungen. Ein Kind kann gar nicht genug Liebe, Sicherheit, Zuwendung, Halt, Schutz und Geborgenheit bekommen, so dass das Verwöhnen ausgeschlossen ist. Wenn Kinder eine stabile Bindung zu ihren Bezugspersonen aufgebaut haben, bei uns ist es in den meisten Fällen Mutter und Vater, dann kann ein Kind eine weitere gesunde Bindung auch zu uns als Tagesmütter eingehen, welches selbstverständlich Zeit und viel Feinfühligkeit und Einfühlvermögen benötigt. Wenn das Kind gelernt hat, dass auf seine Bedürfnisse liebevoll eingegangen wird, erleichtert es dies in unserer Arbeit mit den Kleinen und die Kinder können sich leichter öffnen, entfalten, ihr Augenmerk weiter auf die neue Umgebung und die neuen Eindrücke legen sowie auf uns einlassen. Deshalb ist der Bindungsaufbau und der Erhalt von enormer Bedeutung in unser Arbeit. Neben dem Wahrnehmen der Signale des Kindes, ist es für uns genauso von Bedeutung, die Signale/Bedürfnisse richtig zu erkennen bzw. zu deuten. Wenn Kinder zu uns eine gesunde Bindung aufgebaut haben, können sie bei uns explorieren, das bedeutet: Entdecken, Erkunden und Erforschen - ihr Wissen erweitern und ständig vieles neues lernen.