Pädagogisches Konzept

Erziehung im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung / Selbstständigkeit

Wir möchten durch einen liebevollen und respektvollen Umgang das Selbstbewusstsein jedes einzelnen Kindes aufbauen, stärken und sie dabei gewissenhaft unterstützen und begleiten. Sie sollen lernen ihre Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und vermehrt zu äußern und ihre Ideen umzusetzen. Zum Erlernen der Selbstständigkeit gehört es auch, sich selbst an- und auszuziehen, Zähne zu putzen oder Hände zu waschen. Wir werden die Kinder immer dabei unterstützen aber nicht überfordern. Der individuelle Entwicklungsstand des Kindes entscheidet darüber, was und wie viel es selbstständig tun kann und will. Ebenfalls hängt es vom Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ab und nicht allein vom Alter, was es schon alleine schafft.


Förderung der sozialen Fähigkeiten

Jedes Kind hat seine ganz eigene Art und auch Stärken sowie Schwächen welche es mit in die Gruppe bringt. Durch den gemeinsamen Alltag, welcher mit verschiedenen Abläufen, Aktionen und Ritualen und Spielphasen gefüllt ist, lernen die Kinder aufeinander zu achten. Sie lernen die Bedürfnisse jedes einzelnen wahrzunehmen und in Spielkontakte zu kommen. In Konfliktsituationen lassen wir den Kindern Zeit, um diese auch selbstständig untereinander klären zu können. Wir bieten in schwierigen Situationen natürlich immer unsere Hilfe und Unterstützung an.

Freude am Lernen und Wissenserweiterung

Kinder besitzen ein hohes Maß an Fantasie und eine unterschiedliche Neugierde. Wir bieten ihnen Raum und die Zeit, um sich selbst auszuprobieren, denn so entstehen Selbstlernprozesse in den unterschiedlichsten Bildungsbereichen, welche wichtig für die Entwicklung sind.


Körper, Bewegung und Gesundheit

Jedes Kind hat einen angeborenen Bewegungsdrang, welcher bei uns durch Spaziergänge, toben und spielen im Garten oder bei verschiedenen Bewegungsangebote unterstützt und gefördert wird. Wenn das Wetter mal nicht mitspielt, haben die Kinder natürlich die Möglichkeit ihren Bewegungsdrang in der Einrichtung auszuleben. Es stehen den Kindern für die grob- sowie feinmotorische Entwicklung verschiedene Polsterbausteine und Bauelemente zur Verfügung, sowie ein Bällebad, eine Kinderküche und vieles mehr. Ebenfalls gibt es Fahrzeuge für den Außenbereich. Für die feinmotorische Entwicklung bieten wir kleinere Bau- und Steckelemente an sowie Papier und Stifte als auch Fingerfarben etc. Wir werden tuschen, basteln, schneiden, kleben und kneten.

Sprache, Kommunikation und Schriftkultur

Dieser Bildungsbereich ist besonders eng mit den anderen verknüpft, da das tägliche Sprechen mit den Kindern uns alle im gesamten Alltag begleitet. Unser Tun unterstützen wir auch sprachlich, z. B. während des Wickelns, Zähne putzen, spielen, schlafen legen, dem Essen und An- und Ausziehens. Dadurch verbindet sich die sinnliche Wahrnehmung und der dazugehörige Begriff. Die Kinder verstehen so unsere Äußerungen. Auch wenn sie noch nicht selbst in der Lage sind den Begriff zu benennen, wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, sich über Mimik, Gestik und Bewegung mitzuteilen. Bilderbücher sind in unserer Arbeit immer ein Thema und von großer Präsenz. Sie stehen den Kleinen griffbereit zur Verfügung. Nicht nur das Vorlesen, sondern das Anschauen von Bilderbüchern, hilft den Kindern ihren Wortschatz zu erweitern und die Sprachentwicklung zu fördern.


Musik

Musik ist ein Bildungsbereich, der Kinder spätestens von Geburt an fasziniert. Durch Musik entwickeln Kinder ein Gefühl für Sprache. Kinder haben ein großes Interesse an Geräuschen, Klängen, Tönen, die sie selbst erzeugen und lauschen können. Die kindliche Intelligenz wird dadurch gefördert. Beim aktiven Musizieren werden beide Gehirnhälften gleichzeitig tätig. Musik, Rhythmus, Bewegung und Sprache gehören untrennbar in der kindlichen Entwicklung zueinander. Während den Kissenkreisen oder auch zwischendurch im Tagesablauf wird mit den Kindern gesungen, Lieder und Geschichten angehört, diese sind fester Bestandteil in unserem Alltag.

Darstellen und Gestalten

Wir unterstützen die Kreativität der Kinder, indem ihnen Malpapier, Buntstifte, Wachsmailstifte und Knete zur Verfügung stehen. In der Natur sammeln wir immer mal wieder Naturmaterialien, welche wir dann auf Papier oder Pappe „verarbeiten“. Die Kinder können sich aber auch verkleiden und in andere Rollen schlüpfen.


Natur und Umwelt

Durch regelmäßiges Spiel im eigenen Garten ermöglichen wir den Kindern die Natur und ihre Umwelt kennenzulernen. Sie haben so die Möglichkeit selbstbestimmt verschiedene Dinge zu erforschen und auszuprobieren, wie z. B. das Fühlen von Gräsern und Blumen oder von trockenem oder auch mal feuchtem Sand. Sie lernen sich und ihre Stärken/Grenzen immer besser kennen und wissen durch Wiederholungen, was sie schon können und was sie noch ausprobieren wollen. Sie lernen in der Natur verschiedene Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten kennen, unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, Jahreszeiten, Wettereigenschaften, Bäume, Krabbeltiere und sind Teil des lebendigen Geschehens im Freien.

Körperpflege und Sauberkeitserziehung

Körperpflege

Jedes Kind hat seinen eigenen Waschlappen und sein eigenes Handtuch. Die Lätzchen werden nach jedem Essen gereinigt. Nach den Toilettengängen, vor den Mahlzeiten, nach dem Spiel im Freien, dem Malen mit Fingerfarben etc. werden die Hände gewaschen.

Sauberkeitserziehung

Die Sauberkeitserziehung setzt eine gewisse körperliche Reife voraus. Das bedeutet, dass bestimmte Muskeln und Nervenbahnen ausgebildet sein müssen, damit das Kind seine Blasen- und Darmmuskulatur kontrollieren kann. Erst ab einem Alter von zwei bis drei Jahren merken die Kinder, dass die Harnblase oder der Darm voll sind. Zu frühe Sauberkeitserziehung kann später zu eventuellen Problemen oder Rückfällen führen. Das Kind entscheidet selber, wann es bereit ist auf die Toilette oder das Töpfchen zu gehen. Wenn es das Interesse daran signalisiert, unterstützen wir es bei seinem Bestreben. Das Weglassen der Windeln wird mit den einzelnen Eltern besprochen, da die Sauberkeitserziehung in der häuslichen Umgebung und in der Tagespflege parallel laufen sollte. Die Kinder bekommen die Zeit, die sie brauchen um ohne Druck trocken zu werden. Es können immer wieder kleine Missgeschicke in dieser Zeit passieren. Dafür benötigen wir von den Eltern genügend Wechselkleidung. Wir ermutigen und bestärken die Kinder immer wieder positiv, auch wenn es nicht jedes Mal gleich klappt.